Aktuelle Informationen, Arbeitshilfen und Downloads für den Praxisalltag

Notfallausstattung in Arztpraxen – was 2026 wichtig ist

Medizinische Notfälle können auch in einer Arztpraxis jederzeit auftreten – vom Kreislaufkollaps über allergische Reaktionen bis hin zu Herzinfarkt, Asthmaanfall oder Reanimation. Deshalb gehört ein strukturiertes Notfallmanagement zu den verpflichtenden Bestandteilen des Qualitätsmanagements in der ambulanten Versorgung.

Die Praxis sollte eine dem eigenen Leistungsspektrum angemessene Notfallausstattung bereithalten und regelmäßig auf Vollständigkeit, Funktionsfähigkeit und Verfallsdaten überprüfen. Ebenso wichtig sind ein gut sichtbarer Notfallplan, eindeutig geregelte Zuständigkeiten und regelmäßige Übungen mit dem gesamten Praxisteam. Die KBV empfiehlt, das Vorgehen möglichst jährlich praktisch zu trainieren.

Je nach Fachrichtung und angebotenen Leistungen können zur Ausstattung beispielsweise Blutdruckmessgerät, Pulsoxymeter, Beatmungsbeutel, Sauerstoffversorgung, Absaugmöglichkeit, Defibrillator, Blutzuckermessgerät, Verbandmaterial, Infusionslösungen und Notfallmedikamente gehören. Für bestimmte invasive oder operative Leistungen gelten zusätzliche und deutlich strengere Anforderungen.

Was Praxen regelmäßig prüfen sollten

  • Ist die Notfallausstattung vollständig und sofort zugänglich
  • Sind Medikamente und Verbrauchsmaterialien noch haltbar
  • Funktionieren Defibrillator, Sauerstoffversorgung und andere Geräte
  • Kennen alle Mitarbeitenden den Standort der Notfallausrüstung
  • Sind Notrufnummern und Zuständigkeiten klar dokumentiert
  • Wird das Vorgehen bei Notfällen regelmäßig im Team geübt?

Hilfreiche Downloads und Links

Qualitätsmanagement-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses
Hier sind die verbindlichen Grundanforderungen an das Qualitätsmanagement in Praxen beschrieben, einschließlich des Notfallmanagements.

www.g-ba.de/richtlinien/87/

KBV: Qualitätsmanagement in der Praxis
Praxisnahe Informationen zu Notfallmanagement, Checklisten, Schulungen und Verantwortlichkeiten.

www.kbv.de/praxis/qualitaet/qualitaetsmanagement

PraxisWissen – Qualitätsmanagement in der Praxis - pdf zum Download
Die KBV-Broschüre enthält praktische Hinweise und Beispiele zur Organisation des Notfallmanagements.

www.kbv.de/documents/infothek/publikationen/praxiswissen/praxiswissen-qualitaetsmanagement.pdf

Mein PraxisCheck – Notfallmanagement
Ein kurzer Online-Selbstcheck der KBV mit acht Fragen zur Notfallorganisation und Notfallausstattung einer Praxis.

https://praxischeck.kbv.de/mpc/courses/list.xhtml


NäPA-Weiterbildung – mehr Verantwortung in der Praxis

Qualifikation zur Nichtärztlichen Praxisassistenz (NäPA)

Die Weiterbildung zur Nichtärztlichen Praxisassistenz (NäPA) eröffnet Medizinischen Fachangestellten die Möglichkeit, zusätzliche qualifizierte Aufgaben in der ambulanten Versorgung zu übernehmen und Ärztinnen und Ärzte im Praxisalltag gezielt zu entlasten.

NäPA können unter ärztlicher Delegation unter anderem Hausbesuche übernehmen und insbesondere bei der Betreuung älterer, chronisch kranker oder mobilitätseingeschränkter Patientinnen und Patienten eine wichtige Rolle spielen.

Die UGHO GmbH & Co. KG bietet hierzu ihren 12. NäPA-Kurs auf Grundlage des Fortbildungscurriculums der Bundesärztekammer an.
Ein besonderer Vorteil für Berufstätige: Der Unterricht findet überwiegend freitags und samstags statt, sodass die Ausfallzeiten während des regulären Praxisbetriebs reduziert werden.

Download Flyer

Flyer zum NäPA-Kurs - Download pdf

Weiterbildungsverbund

Weiterbildung in der Region – strukturiert, vernetzt und planbar

Wer Fachärztin oder Facharzt für Allgemeinmedizin werden möchte, muss verschiedene Weiterbildungsabschnitte in Kliniken und Praxen absolvieren. Ein regionaler Weiterbildungsverbund erleichtert diesen Weg: Kliniken und niedergelassene weiterbildungsbefugte Ärztinnen und Ärzte arbeiten zusammen und ermöglichen eine strukturierte Weiterbildung mit abgestimmten Rotationen innerhalb der Region.

GOIN unterstützt solche regionalen Weiterbildungsstrukturen seit vielen Jahren. Ziel ist es, jungen Ärztinnen und Ärzten eine verlässliche Perspektive für ihre Facharztweiterbildung zu bieten und gleichzeitig die hausärztliche Versorgung in der Region langfristig zu stärken.

In der Vergangenheit wurden hierzu unter anderem Kooperationen mit dem Klinikum Ingolstadt, den Kliniken St. Elisabeth Neuburg sowie den Kliniken im Naturpark Altmühltal in Kösching und Eichstätt aufgebaut. Auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte aus dem GOIN-Netz beteiligen sich an der Weiterbildung zukünftiger Hausärztinnen und Hausärzte.

Vorteile der Verbundweiterbildung

  • strukturierte Weiterbildungsabschnitte in Klinik und Praxis
  • abgestimmte Rotationen innerhalb der Region
  • mehr Planungssicherheit für Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung
  • persönliche Ansprechpartner und regionale Vernetzung
  • attraktive Perspektiven für eine spätere Tätigkeit oder Niederlassung in der Region

Die Koordinierungsstelle Allgemeinmedizin Bayern (KoStA) unterstützt Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung sowie Weiterbilder bei allen Fragen rund um die allgemeinmedizinische Weiterbildung und bietet unter anderem Informationen zu Weiterbildungsverbünden und freien Weiterbildungsstellen.

Weitere Informationen:
KoStA – Koordinierungsstelle Allgemeinmedizin Bayern
www.kosta-bayern.de

Weiterbildungsstellen finden -aktuelle Stellenbörse der KoStA. Stellenbörse Allgemeinmedizin
https://kosta-bayern.de/stellenportal/startseite/stellenboerse-allgemeinmedizin/stellenangebote


Elektronische Antragstellung bei der deutschen Rentenversicherung

Anträge einfach online stellen

Viele Anträge bei der Deutschen Rentenversicherung können inzwischen vollständig online gestellt und direkt elektronisch übermittelt werden. Der Online-Service führt Schritt für Schritt durch die Antragstellung. Benötigte Nachweise und Dokumente können dabei direkt digital hochgeladen werden.

Ein begonnener Antrag kann zwischengespeichert und später fortgesetzt werden. Nach der elektronischen Übermittlung erhalten Antragstellende eine Sendebestätigung.

Neben Rentenanträgen stehen zahlreiche weitere Anträge und Formulare der Deutschen Rentenversicherung online zur Verfügung.

Direkt zu den Online-Angeboten:

  • Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung online stellen
  • Unterlagen und Nachweise elektronisch einreichen
  • Formulare und Anträge herunterladen
  • Informationen zur elektronischen Antragstellung
  • Broschüre „Ihr Rentenantrag: So geht's“

Für Beratungsstellen, Versicherungsämter und andere antragaufnehmende Stellen stellt die Deutsche Rentenversicherung außerdem die Anwendung rveServices – eAntrag/Expertenversion zur Verfügung.




Empfohlene offizielle Links



1. Antrag direkt online stellen
www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Online-Tools/DE/E-Services/E-Antrag.html


2. Übersicht „Antrag online stellen
www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Online-Services/antrag_stellen.html

Hier können Anträge gestartet, zwischengespeicherte Anträge geöffnet sowie Dokumente und Nachweise eingereicht werden.


3. Rentenantrag R0100 – online oder als PDF
www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Formulare/DE/_pdf/R0100.html

Auf dieser Seite bietet die DRV sowohl den Online-Antrag als auch das ausfüllbare PDF zum Herunterladen an.


4. Broschüre „Ihr Rentenantrag: So geht's“ – Download
www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/ihr_rentenantrag_so_gehts.html

Die Broschüre ist mit Stand 1. August 2026, 14. Auflage aktuell und kann kostenlos heruntergeladen werden.


5. Elektronische Antragstellung für professionelle Stellen
www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/Verwaltung-und-Gerichte/Elektronische-Antragsstellung/elektronische-antragsstellung_node

Die Expertenversion richtet sich an antragaufnehmende Stellen und wird von der Deutschen Rentenversicherung kostenlos bereitgestellt.